Kennst du deinen Hauttyp und -zustand?

Hauttyp
Hauttyp

Pflegeprodukte haben einen sehr großen Einfluss auf die Gesundheit und den Alterungsprozess unserer Haut. Jede Haut ist anders und benötigt darum auch andere Pflegeprodukte. Wie viel Fett und Feuchtigkeit deine Haut ausscheidet um sich selbst zu pflegen, bestimmt in erster Linie deinen Bedarf an Kosmetikprodukten. Wie findest du heraus welche Gesichtspflegeprodukte zu deinem Hauttyp passen?

Hauttyp bestimmen mit Hilfe des Internets – ist das sinnvoll?

Die meisten Menschen informieren sich erst einmal im Netz. Hier gibt es Infos in Hülle und Fülle und auch zahlreiche “Tests” um heraus zu finden was für einen Hauttyp du hast. Sie nennen sich unter anderem Kennst du deinen Hauttyp? / Hauttypbestimmung / Bestimme deinen Hauttyp!

Oft bekommt man mit dem Test-Ergebnis gleich die Empfehlung für diese oder jene Gesichtscreme dazu. Leider sind weder Tests noch Artikel über Hauttypen sehr aussagekräftig. Oft beschäftigen sie sich nur mit dem aktuellen Zustand deiner Haut, berücksichtigen zu wenig Aspekte oder gehen nach dem Gefühl das du hast. Meistens legen sie auch nur die 4 klassischen Hauttypen zu Grunde. Die wenigsten Menschen lassen sich aber genau in eines dieser Schemata einordnen.

Mit einem Multiple-Choice-Test oder Artikeln zur Hauttypbestimmung die richtige Pflege für deine Haut zu finden ist ein bisschen wie Lotto spielen. Warum?

Hauttyp und Hautzustand

Mit den Hauttypen werden die grundlegenden Eigenschaften unserer Haut unterschieden. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Hauttypen sind fließend und kaum einen Menschen kann man ausschließlich einem Hauttyp zuordnen. Der Hauttyp ändert sich nicht mehr, wir können ihn jedoch in jeder Lebenssituation mit der richtigen Pflege positiv beeinflussen.

Der Hautzustand beschreibt die aktuelle Situation der Haut.

Hautzustände sind

  • unreine Haut
  • empfindliche Haut
  • atrophische Haut (reife, dünne Haut)

Der Hautzustand wird von innen beeinflusst durch

  • Stress
  • Krankheit
  • Hormonspiegel

aber auch von Außen beeinflusst

  • falsche Pflege
  • Witterungseinflüsse
  • Lebensumstände

Probleme bei der Bestimmung

Zuordnungen zu Hautzustand oder Hauttyp werden nicht immer gleich gehandhabt und auch die Definitionen der Hauttypen unterscheiden sich manchmal. Daraus ergeben sich Risiken.

Ein Beispiel: Sagen wir mal deine Haut spannt und du hast das Gefühl sie ist trocken. Darum suchst du dir eine Creme und passende Produkte für die Reinigung für trockene Haut. Nach dem du die Sachen eine Weile benutzt hast fühlt sich deine Haut zwar ein bisschen besser an, aber plötzlich entdeckst du viel mehr Mitesser als vorher.

Das kann daran liegen, dass der Hauttyp “trockene Haut” von Herstellern von Kosmetikprodukten meist als fett- und feuchtigkeitsarme Haut kategorisiert wird. Es könnte aber sein dass deine Haut gar nicht fettarm ist, sondern nur feuchtigkeitsarm. Pflegst du sie mit reichhaltigen, fetten Cremes, kann sie überpflegt werden und es können Unreinheiten entstehen.

Die Einteilung der Kosmetikindustrie in die klassischen Hauttypen:

Normale Haut

Trockene Haut (fettarm)

Fettige Haut

Mischhaut (Definition in der Regel als fettige Haut in der T-Zone und normale oder trockene Haut an den Wangen)

Wie die Kosmetikerin die Hauttypen einteilt:

Normale Haut

feuchtigkeits- und fettarme Haut (Sebostase)

ölige Haut (Seborrhoea oleosa)

fette aber feuchtigkeitsarme Haut (Seborrhoea sicca)

typische Mischhaut (T-Zone ölige Haut, Wangen fett aber feuchtigkeitsarm)

Mischhaut: Jeder Mensch ist anders, so können Stirn, Nase, Wangen und Kinn jeweils unterschiedliche Hauttypen aufweisen, nicht nur in Form von der typischen Mischhaut. Stirn und Kinn können z.B. normal sein, die Nase ölig und die Wangen fett aber feuchtigkeitsarm oder sogar auch fettarm. Darum gibt es nicht “die” Creme für Mischhaut. Vielmehr sind die einzelnen Bereiche verschieden zu pflegen.

Probleme bei der Unkenntnis des Hauttyps

Nehmen wir mal an du hast unreine Haut, du kennst deinen Hauttyp nicht und weißt auch nicht warum jetzt auf einmal so viele Unreinheiten sprießen. Du möchtest sie einfach nur los haben und gehst in den Drogeriemarkt und kaufst dir Produkte auf denen steht: Anti-Pickel oder Anti-Unreinheiten usw. Und damit das auch ja bald weg geht kaufst du dir natürlich gleich ein Reinigungsprodukt, Gesichtswasser oder Tonic, Creme und zur Sicherheit ein Peeling. Nach einiger Zeit merkst du dass es nicht besser wird, es wird sogar schlimmer.

Das kann daran liegen dass dein Hauttyp gar nicht einfach nur “fettige Haut” ist, wie bei den meisten Produkten für unreine Haut zu Grunde gelegt wird, sondern fettige, feuchtigkeitsarme Haut. Diese ist sehr oft sensibel und verträgt die eher “aggressiveren” Produkte für fettige Haut nicht, die meist auch Alkohol enthalten.

Selbsttest

Der viel empfohlene Selbsttest mittels eines Spiegel- oder Papierabdrucks deines Gesichts sind gut gemeint, wird aber im besten Fall nur ein mangelhaftes Ergebnis liefern. Das Papier kann nur extreme Ausscheidung von Fett oder Feuchtigkeit wiedergeben, der Spiegel wird in der Regel zu unhandlich oder zu groß sein um gute Abdrücke machen zu können.

Bei beiden Varianten bleibt noch das große Problem der Auswertung: In den Abdrücken sieht man nämlich nicht nur Fett (wie meist ausschließlich erwähnt), sondern auch Feuchtigkeit (falls vorhanden). Was ist nun Fett, was ist Feuchtigkeit? Was davon ist überhaupt vorhanden oder was davon ist normal oder zu viel?

Der Kompetenz deiner Kosmetikerin kannst du vertrauen

Deine Kosmetikerin musste viele Abdrücke mittels Glasplättchen machen und in ihrer Ausbildung mit Kolleginnen analysieren. Darum kann sie heute die Talg- und Wasserausscheidungen in den einzelnen Regionen in deinem Gesicht sicher beurteilen. Aufgrund dieser Analyse stimmt sie die Gesichtsbehandlung optimal auf deine Haut ab und empfiehlt dir Produkte für zu Hause die deiner Haut gut tun.

×
Product added to cart

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.